Der AK

Die Verbindung von Geographie und Medizin hat ausgehend von Hippokrates eine mehr als 2000 Jahre alte Tradition. Lag der Schwerpunkt medizingeographischer Forschung im 19. und 20. Jahrundert in der Krankheitsökologie, kamen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der Erforschung räumlicher Aspekte der Gesundheitsversorgung und dem sozial-interaktionistischen (humanistischen) Ansatz einer „Post-medizinischen“ Geographie der Gesundheit neue Schwerpunkte hinzu. Durch globale Umweltveränderungen, das Bevölkerungswachstum und die Globalisierung sind raumwirksame Entwicklungen für die Gesundheit in den vergangenen Jahren immer bedeutender geworden.

Der Arbeitskreis Medizinische Geographie und Geographische Gesundheitsforschung bietet ein Forum für Studenten/Fachleute/Wissenschaftler aus Geographie, Medizin, Epidemiologie, räumlicher Statistik,…, die sich mit den Zusammenhängen von Krankheit, Gesundheitssystem, und Gesundheit aus räumlicher Perspektive beschäftigen. Alle zwei Jahre veranstaltet der Arbeitskreis eine Jahrestagung, die seit mehr als 20 Jahren in Remagen bei Bonn stattfindet. In den Jahren dazwischen kommt der Arbeitkreis zu einer Sitzung auf dem Deutschen Kongress für Geographie zusammen.

Mit seiner Gründung im Jahr 1972 ist der Arbeitskreis Medizinische Geographie und Geographische Gesundheitsforschung der älteste Arbeitskreis in der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG).

Bildnachweis Titelseite: Über die Verbreitungsweise der Cholera, Todesfälle im Londoner Stadtteil Soho (John Snow, 1855). Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, Sig. Ka. 11360